Zurück in die Zukunft

7.9.2017

ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT

Neue Player drängen mit smarten Ideen ins Auto

Zurück in die Zukunft

 

Am Anfang des Automobils war es durchaus nicht ausgemacht, dass der Verbrennungsmotor der Antrieb der Zukunft sein würde. Batteriebetriebene Elektroautos machten dem komplizierten Benziner Konkurrenz. Ein zündfähiges Benzin-Luft-Gemisch in die Zylinder zu bringen und zum richtigen Zeitpunkt zu zünden, ist alles andere als trivial. Als diese Probleme gelöst waren, war das Ende des Elektromobils besiegelt – vorläufig, wie wir heute wissen. Auch das autonome Auto ist keine Idee der Neuzeit. Schon in den 50er Jahren träumten Zukunftsforscher von Autos, die selbstständig Menschen an ihren Arbeitsplatz oder in den Urlaub bringen (siehe Illustration). So gesehen ist die Automobilindustrie mit ihren Milliarden-Investitionen in Elektroantriebe und autonomes Fahren auf dem Weg zurück in die Zukunft.

Auf dem Weg dahin sind noch einige Hürden zu überwinden. Die Elektronikarchitektur moderner Autos ist heute schon zu komplex. Wenn erst teil- oder ganz autonome Fahrzeuge Terabyte an Daten generieren, muss eine andere Lösung her. Die zeigt OSR Enterprises auf. In einem Vorort von Tel Aviv bauen Dutzende Ingenieure das Superhirn für das Auto der Zukunft. Was sie entwickelt haben und auf der New Mobility World der IAA erstmals präsentieren, ist beeindruckend.

Überall sprießen neue Ideen: Delphi hat sich der Vernetzung verschrieben und liefert die Technologie, die Daten aus dem Auto für neue Geschäftsmodelle nutzbar macht. Opel will Innovationen nicht nur für Wenige, sondern für Alle erreichbar machen. Der Ampera-e, das Elektroauto mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis, ist das sichtbarste Produkt dieser Strategie. Die Allianz zeigt mit ihrer Sparte Global Automotive, welche Versicherungs- und Serviceleistungen die Mobilität der Zukunft begleiten wird.

Schaeffler beschäftigt sich mit dem Antrieb der Zukunft – und der Frage, woher die Energie dafür kommt. Vom 48-Volt-Hybrid bis zur elektrischen Antriebsachse reicht das Angebot zum Thema Elektromobilität. Die Franken liefern auch Komponenten für Windkraftanlagen und wissen deshalb, dass die Well-to-Wheel-Betrachtung, von der Quelle bis zum Rad, bei der Umweltbilanz eines Antriebs wichtig ist.

Guido Reinking beobachtet seit 20 Jahren die Automobilindustrie

Guido Reinking beobachtet die Automobilindustrie seit 20 Jahren – unter anderem für „Welt am Sonntag“, „Financial Times Deutschland“, „Automobilwoche“ und „Capital“.

Ein neuer Player tritt mit dem ostwestfälischen Familienunternehmen Harting auf den Plan. Der Spezialist für Steckverbindungen und Vernetzung von Industriemaschinen will die Ladetechnologie von Elektroautos mit einem Schnellladesystem revolutionieren. Das Angebot von Elektroautos wird immer größer. Der Vergleich in „Mobilität von Morgen“ zeigt, welche Autos die Preis-Reichweiten-Sieger sind. Überraschung: Es ist kein Tesla.

Der bekannte Automobiljournalist Michael Specht macht seit drei Jahren den Selbstversuch und fährt privat einen BMW i3. Seinen Erfahrungsbericht, samt Ausblick auf die E-Mobilität 2.0, lesen Sie hier >.

Webasto, bekannt für Cabrio- und Schiebedächer sowie Standheizungen, hat sich gefragt, welche seiner Fähigkeiten in der Elektromobilität gefragt werden. Zwei Produkte stehen dabei im Fokus.

Seat hat die Generation Smartphone im Blick. Die Automarke mit den jüngsten Kunden bietet dafür eine ganze Reihe von einfachen aber durchdachten Lösungen an – bis zur vernetzten Navigations-App.

Ein Start-up, das sich um das Thema Sprachsteuerung, Künstliche Intelligenz und Wissensmanagement kümmert, ist Susi&James. Erste, viel versprechende Projekte laufen. Auch die Idee des sprechenden Roboters ist nicht neu. Aber die Zukunft hat ja auch gerade erst begonnen …

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